
Für die Arbeit am Bildschirm sind neben den eigenen Händen die Augen das Wichtigste. Mehr als 80 Prozent unserer Eindrücke werden über das Auge wahrgenommen. 80 Prozent der Menschen, die täglich länger als drei Stunden vor dem Rechner sitzen, klagen über Beschwerden, dabei betreffen die Hälfte der Beschwerden den Sehapparat. Beim “natürlichen Sehen” schweift das Auge, es verharrt nicht lange am selben Punkt. Das Auge ist so angelegt, dass es schnell der Umgebung(Distanz, Kontrast und Helligkeit) angepasst werden kann. Bei der Bildschirmarbeit hingegen verharrt unser Blick immer in der gleichen Richtung und immer mit dem gleichen Abstand. Zudem Ändern sich die Kontrastverhältnisse bei der normalen Arbeit wenig. Diese Einseitige Belastung lässt das Auge schnell Ermüden, Symptome sind trockene Augen, Brennen oder allgemeine Ermüdung und nachlassende Konzentration. Um dem engegenzuwirken stelle ich nun ein paar einfache Übungen vor:
- Aus dem Fenster schau’n. Die Weitsicht ist eine willkommende Abwechslung.
- Den äußeren Sichtbereich der Augen trainieren. Auf verschiedenen Distanzen sollte versucht werden Objekte am äußeren Rand des Sichtfeldes wahrzunehmen.
- Die Augen für mehrere Sekunden schliessen und langsam wieder öffnen. Idealerweise vorher ein Ziel in der Ferne fokussieren.
- Häufiger und länger Blinzeln. Durch konzentriertes Arbeiten verringert sich die Lidschlagfreqeunz (Dank geht hier an Alexander für dieses wunderschöne Synonym) und das Auge trocknet aus.
- Leichtes massieren des Augapfels bei geschlossenem Lid
- Gesichtsgymnastik. Grimassen, Nase rümpfen, Augen aufreißen entspannen das gesamte Gesicht.
Generell gilt: Kurze, häufige Pausen sind besser als einige lange. Zudem sollte neben den Augen auch Rücken, Schultern und Nacken durch kurze Auflockerungen entspannt werden. Wenn es die Situation ermöglicht, wirkt ein kurzer (maximal 30 min) Mittagsschlaf Wunder.
Also, bleibt gesund!
Euer Blogfrosch